Wenn ihr einmal aus Versehen Fotos von eurer SD-Karte, USB-Stick oder Festplatte gelöscht habt könnt ihr diese mit dem Linux Programm foremost vielleicht wieder herstellen.
Installieren könnt ihr das Programm unter Ubuntu mit dem Befehl
sudo apt-get install foremost
Foremost unterstützt u.a. die gänigen Grafikformate jpg, gif, png und bmp.
Als erstes müsst ihr ein Image des Datenträgers erstellen, von dem die Dateien wiederhergestellt werden sollen.
Das macht ihr am besten mit dem Programm dd. Eine Anleitung findet ihr hier.
Anschließend könnt ihr mit dem Befehl
foremost -t jpg -i Image.img
die jpg Dateien aus Image wieder herstellen. Statt jpg könnt ihr natürlich auch einen anderen Dateityp angeben.
Unter Linux kann man ganz leicht Images von Datenträgern erstellen. Ich werde das hier mal kurz anhand eines USB Sticks demonstrieren. Zunächst muss man den Gerätepfad des USB Sticks ermitteln. Das geht mit dem Kommandozeilenbefehl df.
user@ubuntu:~$ df
/dev/sda1 306895016 33937212 257368428 12% /
udev 372012 4 372008 1% /dev
tmpfs 152756 988 151768 1% /run
none 5120 0 5120 0% /run/lock
none 381884 672 381212 1% /run/shm
/home/user/.Private
306895016 33937212 257368428 12% /home/user
/dev/sdb1 1968632 1235884 732748 63% /media/usbstick
In diesem Fall lautet der Gerätepfad /dev/sdb1
Als nächstes können wir das Image ganz einfach mit folgendem Befehl erstellen:
dd if=/dev/sdb1 of=/home/user/Desktop/Image.img
Das Image wird nun auf dem Desktop des Benutzers user unter dem Namen Image.img gespeichert.
Zum Schluss kann man mit cmp noch überprüfen, ob alle Bytes richtig kopiert wurden.
cmp Image.img /dev/sdb1
Fertig ist das Image.
Auf die gleiche Weise kann man übrigens auch Images von Festplatten und DVDs erstellen.
Will man Dateien unter Linux sicher löschen reicht es oft nicht aus einfach den Befehl rm zu verwenden. Die Dateien werden damit nämlich nicht physikalisch gelöscht und lassen sich mit relativ wenig Aufwand wiederherstellen. Hat man also sensible Daten, derer man sich endgültig entledigen möchte, empfiehlt sich der Einsatz einer Software, die diese vor dem Löschen mehrfach mit Zufallswerten überschreibt. Um so eine Software handelt es sich bei shred.
Shred ist ein Programm für sie Kommandozeile und lässt sich mit folgenden Parametern aufrufen:
shred [Optionen] [zu löschende Dateien]
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Mit dem Programm GnuPG lassen sich nicht nur E-Mails, sondern auch wunderbar Dateien verschlüsseln. Hier zeige ich eine einfache symmetrische Verschlüsselung.
Um eine Datei zu verschlüsseln und binär zu speichern gibt man in der Kommandozeile folgenden Befehl ein:
gpg -c <dateiname>
Danach wird man nach einem beliebigen Passwort gefragt, dass man zur Sicherheit ein zweites Mal eingeben muss.
Wenn man möchte, kann man die Datei auch in einen Ascii-Container verschlüsseln. Auf diese Weise kann man sie dann leicht per E-Mail versenden. Um die Datei in einen Ascii-Container zu verschlüsseln muss man nur den Parameter -a hinzufügen.
gpg -c -a <dateiname>
Zum Entschlüsseln einer mit GPG verschlüsselten Datei einfach folgenden Befehl eingeben:
gpg -d <dateiname>
Achtung: Wenn man eine Datei mit GPG verschlüsselt wird eine neue Datei angelegt. Die Quelldatei bleibt in unverschlüsselter Form erhalten und muss gegebenenfalls gelöscht werden.
Mit folgendem Befehl kann man die aktuelle Gnome-Session ohne Bestätigung durch den User beenden.
gnome-session-quit --logout --no-prompt
Folgender Python-Code ruft die Webseite http://myip.dk auf und extrahiert aus dem Quelltext die eigene IP-Adresse:
#!/usr/bin/env python
# -*- coding: utf-8 -*-
import urllib
url = urllib.URLopener()
antwort = url.open('http://myip[punkt]dk')
html = antwort.read()
ende = html.find('</span><br /><br />')
start = html.find('IP Address:') + 34
ip = html[start:ende].strip()
print ip
Mit diesem Code-Schnipsel kann man den Linux Usernamen ermitteln
#!/usr/bin/env python
# -*- coding: utf-8 -*-
import os
import pwd
username = pwd.getpwuid( os.getuid() ).pw_name
print username
Unter Ubuntu kann man den VLC Player mit folgendem Kommando im Minimal-Modus (ohne Menü und Interface) starten:
vlc --intf dummy <videodatei>
oder
vlc --intf dummy --fullscreen <videodatei>
für den Vollbildmodus ohne Interface.
Nach längerer Offline-Pause habe ich mich zu einem Relaunch meines Blogs auf www.computerzimmer.de entschlossen. Es soll mir von nun an als persönliche Wissensdatenbank dienen. Aber vielleicht ist ja auch für Euch die ein oder andere interessante Sache dabei. Themenschwerpunkte des Blogs sollen Linux, Ubuntu, Programmieren, Internet und Life-Hacking (!=Live-Hacking) sein. Viel Spaß.