Will man Dateien unter Linux sicher löschen reicht es oft nicht aus  einfach den Befehl rm zu verwenden. Die Dateien werden damit nämlich nicht physikalisch gelöscht und lassen sich mit relativ wenig Aufwand wiederherstellen. Hat man also sensible Daten, derer man sich endgültig entledigen möchte, empfiehlt sich der Einsatz einer Software, die diese vor dem Löschen mehrfach mit Zufallswerten überschreibt. Um so eine Software handelt es sich bei shred.

Shred ist ein Programm für sie Kommandozeile und lässt sich mit folgenden Parametern aufrufen:

shred [Optionen] [zu löschende Dateien]

Optionen

-f        wenn nötig Zugriffsrechte ändern
-n #    Datei # mal überschreiben (Standard 3)
-u       Datei nach dem Überschreiben löschen
-v       Fortschritt anzeigen
-x       Dateigrößen nicht auf nächsten Block runden
-z       beim letzten Überschreiben Nullen hinzufügen

Weitere Optionen mit:

shred --help

Wenn man also die Datei Daten.txt 7 mal überschreiben und löschen möchte gibt man einfach folgenden Befehl ein:

shred -n 7 -u -z -v -f -x Daten.txt

Achtung: Bei Dateisystemen mit Journalfunktion oder bei Dateisystemen, die Daten temporär extern auslagern kann man shred nur bedingt einsetzen. Shred überschreibt und löscht die angegebene Datei physikalisch. In Journale ausgelagerte Dateiteile bleiben erhalten. Noch schlechter sieht es bei Flash-Speichern und USB-Sticks aus. Hier empfiehlt es sich Daten vor dem Übertragen auf das Speichermedium zu verschlüsseln. (z.B. mit GPG)